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 Charakterbeschreibungen in Geschichten

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Sammy
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BeitragThema: Charakterbeschreibungen in Geschichten   Mi Jan 05, 2011 9:38 am

Zuerst sollte ich wohl sagen, dass es hierbei nicht um die Charakterdarstellung in Steckbriefen oder auch so genannten Charakterbögen geht, sondern um das Beschreiben der (vorallem äußeren) Erscheinung eines Charakters in der Geschichte.

Ein häufig von Anfängern gemachter "Fehler", wenn man dies denn so nennen kann, ist eine heruntergeratterte Charaktereschreibung, die auf den Leser wirkt, als hätte man einfach den Steckbrief in die Geschichte eingefügt.
Dabei treffen zwei (häufig wichtige) Charaktere aufeinander und dann wird jedes Merkmal, jede Kleinigkeit, sei es ein fehlender Knopf, oder ein Loch im Hosenbein nacheinander heruntergerattert.

Ein Beispiel dafür wäre z.B.:

Maia war so in ihren Gedanken versunken gewesen, dass sie den Mann vor ihr nicht bemerkt hatte, bis sie in ihn hineingerannt war.
Sie stammelte ein paar entschuldigende Worte und wollte schon weitergehen, als ihr Blick an seinen wasserstoffblonden Haaren hängen blieb, unter denen leuchtend grüne Augen hervorblitzten. Seine Nase war gerade, das Kinn ein wenig kantig und kräftig. Unter seiner dünnen Jacke erkannte sie breite Schultern und eine muskulöse Brust. Seine Arme waren ebenfalls muskelbepackt und vielleicht etwas zu lang im Verhältnis zu seinem Körper.
Und, und, und ...

Meistens ist man mitten drin in der Geschichte, die Hauptperson trifft auf einen Unbekannten und natürlich möchte der Leser wissen, wie es weitergeht und nicht mit zahllosen Fakten über das Aussehen der Person bombardiert werden. Das stört den Lesefluss, und macht die Spannung kaputt.

Warum den Leser eigentlich gleich mit allen Details auf einmal bombardieren, wenn man doch die ganze Geschichte hat, um diese nach und nach einfließen zu lassen?
Noch dazu merkt der Leser sich so gut wie nichts, wenn man alles einfach monoton herunterattert.

Eine sehr ausgelutschte Methode, das Äußere eines Charakters(häufig der Hauptperson) zu beschreiben wäre die Spiegel-Methode.
Dabei steht der Charakter vor dem Spiegel und es wird beschrieben, was dieser sieht.
Meistens ist das eine heruntergeleierte Charakterbeschreibung nur schön verpackt. ;)

Am besten ist es, verschiedene Punkte an den Stellen einfließen zu lassen, an denen sie eine (wichtige) Rolle spielen. So kann der Leser das Merkmal gleich mit einem Teil der Geschichte verbinden und vergisst dieses auch nicht wieder so schnell.
Oder man lässt ein Merkmal unauffällig nebenbei einfließen, so dass der Leser es erst garnicht für voll nimmt und im Idealfall folgt irgendwann später im Buch etwas, bei dem eben dieses Merkmal eine gewisse Rolle spielt. Das animiert den Leser zudem etwas zum mitdenken(der Berühmte "Aha, da war doch was"-Effekt). ^^

lg sammy

(Ein paar Beispiele werden eventuell noch dazu editiert, wenn mir welche einfallen. ^^ )
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